Anpassungsprozesse bestimmen den Energiebedarf

Aktivitäten, die den Klimaschutz und den damit verbundenen rationellen Umgang mit Energie zum Ziel haben, manifestieren sich zusehends. Und es wird für Unternehmen zunehmend attraktiv, ihre Geschäfsinteressen an diesem Trend auszurichten; um ihr Portfolio gegebenenfalls auch mit entsprechenden Angeboten auszustatten.

So hat der TÜV NORD CERT kürzlich das Energiemanagementsystem des Volkswagenwerkes nach der europaweit geltenden DIN EN 16001:2009 zertifiziert. Für Unternehmen aus Industriestaaten prüft der TÜV außerdem Klimaschutzprojekte, die in Entwicklungsländern realisiert werden sollen; zertifiziert werden diese Projekte nur dann, wenn sie auch geeignet sind, die Emissionsbilanz zu verbessern.

Erwähnenswert ist auch das Beratungsunternehmen BearingPoint, das gerade beschlossen hat, sich der Intitiative Desertec anzuschließen; die den Bau von regenerativen Energiequellen in Nordafrika und dem Nahen Osten vorantreibt. Das Unternehmen zeigt sich von der Dringlichkeit aber auch von der Machbarkeit der Initiative überzeugt, die bis zum Jahr 2050 den europäischen Strombedarf zu 15 Prozent abdecken soll.

Und mit Blick auf den Endverbraucher registriert beispielsweise der ADAC laut einer Umfrage, dass deutsche Autofahrer angesichts knapper werdender Ressourcen und steigender Ölpreise grundsätzlich bereit sind, auf alternative Antriebstechniken umzusteigen; um so die individuelle Mobilität sicherzustellen.

Aber es gibt auch noch Klärungsbedarf; so lehnen die deutschen Wirtschaftsverbände BDI und DIHK schärfere Klimaschutzziele ab, wie sie das deutsche Umweltministerium notfalls auch im Alleingang durchsetzen möchte. Strittig ist, ob hierdurch Innovationsanreize geschaffen werden, und hiervon die deutsche Wirtschaft besonders stark profitiert.

Verunsicherung zeigt sich auch bei jedem zweiten Energieversorger, wenn es um die Ausstattung der deutschen Haushalte mit intelligenten Zählern geht; wie eine Studie der Steria Mummert Consulting belegt. Offenbar fehlt es an Strategien für eine wirtschaftliche Umsetzung; sowie an prozessualen Definitionen und IT-Know-how zur effizienten Einbindung der neuen Technik.

Vorgenannte Anpassungsprozesse korrespondieren direkt mit dem “Weltenergieausblick 2010“; einer aktualisierten Prognose im Hinblick auf Energienachfrage, Produktion, Handel und Investitionen; eine neue Ausgabe dieser Publikation ist für den 9.11.2010 angekündigt.

Lutz Breunig

Herausgeber des servicereport: seit 1979 im Service tätig; zunächst als Service-Ingenieur, danach im internationalen Servicemanagement; seit 1994 beratend aktiv.

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