ISO 14067: Carbon Footprint ist Verkaufsargument

Die Offenlegung der Produktion von Kohlendioxid wird forciert vorangetrieben. Es gilt, die Emissionen umweltschädlicher Treibhausgase nachvollziehbar zu bemessen und finanziell zu bewerten. Produkthersteller, Dienstleister, Zertifizierungsstellen, sowie Qualitätsmanagementbeauftragte und Ökobilanzierer melden sich zum Carbon Footprint zu Wort.

In diesem Sinne wird die ISO 14067 zur Quantifizierung von CO2 entlang der Wertschöpfungskette diskutiert.

Das Deutsche Institut für Normung hat zur Thematik rund um Carbon Footprint und ISO 14067 am 21.10.2011 einen Workshop angesetzt. Es geht um Möglichkeiten, wie der Carbon Footprint von Produkten quantifiziert und kommuniziert wird. Neue Anforderungen des Marktes greifen: Die ausgestoßene Menge Treibhausgase im Produktionsprozess hat definitiv den Status eines Verkaufsarguments erreicht: unterstützt durch die ISO 14067.

Entsprechend hat sich der TÜV Nord jetzt als Verifizierungspartner des Carbon Disclosure Projects (CDP) qualifiziert. Dieses Projekt hat den Anspruch, eine umfassende Datenbank zu Treibhausgasemissionen zusammenzustellen: Derzeit ist die Rede von 3050 Unternehmen, die über ihre CO2-Bilanz und ihre Strategien zum Klimaschutz auf freiwilliger Basis bereits berichtet haben. Der TÜV Nord sieht sich nun in der Aufgabe, diese Daten nach festgelegten Vorgaben zu verifizieren; sicherlich in Korrelation mit der ISO 14067.

Lutz Breunig

Herausgeber des servicereport: seit 1979 im Service tätig; zunächst als Service-Ingenieur, danach im internationalen Servicemanagement; seit 1994 beratend aktiv.

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